Tarifvertrag bauhauptgewerbe lohngruppe 4

Es gibt keine gesetzlichen Regelungen zur Repräsentativität, mit Ausnahme der zentralen Grundsätze der Tarifverhandlungen im Tarifvertragsgesetz. Das Gesetz legt die Grundsätze wie folgt fest: Laut Gesetz müssen die beiden ersten Überstunden eines Arbeitstages mit dem regulären Lohn plus 50 % und die Zusatzstunden mit regulärem Lohn plus 100 % ausgeglichen werden. Sektorspezifische Bestimmungen können ausgehandelt werden, sofern sie die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen und diese auf Unternehmensebene eingehalten werden müssen. Individuelle Arbeitsstreitigkeiten, die sich aus einzelnen Arbeitsverträgen ergeben, die zwischen einem einzigen Arbeitgeber und einem einzigen Arbeitnehmer geschlossen wurden, oder aus den Rechtsvorschriften über Arbeitsverhältnisse – und in der Tat alle Arbeitsstreitigkeiten, die nicht in den Anwendungsbereich des Arbeitsgerichts oder des Ausschusses für den öffentlichen Dienst fallen – werden in erster Instanz von den Bezirksgerichten (alioikeus) als gewöhnliche Zivilsachen behandelt. Die Bezirksgerichte setzen sich aus Berufsrichtern und in bestimmten Fällen aus Laienrichtern zusammen. Gegen die Entscheidung eines Amtsgerichts kann in der Regel berufungsbeschwerde eingelegt werden (hovioikeus), und gegen eine Entscheidung des Oberlandesgerichts (korkein oikeus) kann Berufung eingelegt werden. Die einzelnen Arbeitsstreitigkeiten, die an die Bezirksgerichte verwiesen werden, betreffen in der Regel Angelegenheiten wie Bezahlung und Kündigung von Arbeitsverträgen. In einzelnen arbeitsrechtlichen Fällen vor den Zivilgerichten gibt es keine direkte Beteiligung der Gewerkschaften, und solche Fälle können von Dengewerkschaften nicht ohne Zustimmung des Arbeitnehmers angestrengt werden. Die Bezirksgerichte und Berufungsgerichte können in arbeitsbezogenen Fällen Geldstrafen verhängen.

Finnland hat keinen gesetzlichen Mindestlohn, aber de facto werden die Mindestlöhne für jeden Sektor in allgemein anwendbaren Tarifverträgen getrennt festgelegt. Der Grundsatz der allgemeinen Anwendbarkeit von Tarifverträgen stellt sicher, dass auch Arbeitgeber, die im Rahmen von Tarifverhandlungen unorganisiert sind, die landesweiten Vereinbarungen einhalten müssen, die ihren Wirtschaftsbereich betreffen. Das Landesarbeitgeberamt (VTML) verhandelt und schließt Tarifverträge für die 74.000 mitarbeiterlichen Mitarbeiter. Gemäß Section 6 a des dänischen Gesetzes über die Entsendung von Arbeitnehmern müssen eine Reihe von Bedingungen erfüllt werden, damit dänische Gewerkschaften kollektive Maßnahmen gegen ausländische Unternehmen ergreifen können. Der Abschnitt beschreibt auch die Lohn- und Lohnhöchstbestandteile, die im Tarifvertrag gefordert werden können. Asplund, R. (2007), Finnland: Dezentralisierungstendenzen innerhalb eines Kollektivlohns, Arbeitspapiere Nr. 1077, Forschungsinstitut der finnischen Wirtschaft, Helsinki. Ein Tarifvertrag ist eine Vereinbarung zwischen zwei Parteien über die Arbeitsbedingungen, die für Arbeitnehmer in einem bestimmten Unternehmen oder einer bestimmten Branche gelten. In Dänemark sind weder dänische noch ausländische Unternehmen gesetzlich verpflichtet, einen Tarifvertrag einzuhalten oder abzuschließen. Die finnische Tarifverhandlungsagenda umfasst eine breite Palette von Fragen im Zusammenhang mit dem Arbeitsleben.

In der jüngsten Vereinbarung auf zentraler Ebene, dem Pakt für Wettbewerbsfähigkeit, einigten sich die Spitzenorganisationen darauf, die folgenden Bestimmungen in den Verhandlungen auf sektoraler Ebene ihrer Mitglieder zu fördern: Bei den Gewerkschaften ist das Tarifverhandlungssystem sowohl auf verschiedenen Verhandlungsebenen als auch horizontal koordiniert: Die Akteure innerhalb desselben Sektors kommunizieren zwischen den Unternehmen, den sektoralen und zentralen Organisationen, um ihre branchenbezogenen Interessen zu fördern. Die horizontale Koordinierung ist ebenfalls von Bedeutung: Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sektoren ist in den stark zentralisierten nationalen Organisationen stark. In der Tarifrunde 2017-2018 war die sektorübergreifende Koordinierung jedoch schwieriger, da vor den sektoralen Verhandlungen keine Zentrale ausgehandelt wurde. Die Lohnentwicklung in Finnland war in den letzten fünf Jahren sehr moderat. Die tariflich ausgehandelten Lohnlösungen waren im ersten Halbjahr 2010 niedrig, und der dreiseitige Pakt für Wettbewerbsfähigkeit von 2016 fror die Löhne 2017 in den meisten Branchen vollständig ein.